Hans Baldung Grien - Leben und Werk

Hans Baldung Grien - Leben und Werk

Bildervortrag von Kunsthistorikerin Claudia Baumbusch, Reservierung unter (07231) 933125.

Er gilt als einer der eigenwilligsten Künstler des 16. Jahrhunderts: Hans Baldung, genannt Grien (1484/85–1545). Den tiefgreifenden Umwälzungen seines Zeitalters, Reformation, Bildersturm und Bauernkrieg, setzte er ein individuelles, oftmals exzentrisches Werk entgegen. Dabei faszinieren seine ausdrucksstarken Gemälde, virtuosen Zeichnungen und kraftvollen Holzschnitte bis heute. Nie gab sich Baldung mit dem Herkömmlichen zufrieden. Stets suchte er nach neuen und packenden Formulierungen, die ihn zu einem der interessantesten Künstler der Renaissance in Deutschland machen.
Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe würdigt mit einer Großen Landesausstellung das wenig bekannte OEuvre dieses außergewöhnlichen Renaissance-Künstlers. Nach der ersten und bislang einzigen Retrospektive seines Schaffens, die 1959 ebenfalls in der Karlsruher Kunsthalle gezeigt wurde, wird 60 Jahre später Baldung im Lichte aktueller Forschungsfragen neuentdeckt und neubewertet.
Zwei Pole bestimmten sein Schaffen: das Religiöse, das er in imposanten Altarwerken, leuchtenden Glasgemälden und intimen Andachtsbildern gestaltete, und das Weltliche. Er interpretierte Geschichten aus Antike und Gegenwart, malte charaktervolle Porträts, schuf verrätselte Denkbilder, die seine humanistischen Auftraggeber zum Gespräch anregten, und sinnliche Akte, zu denen auch die berühmten Sündenfalldarstellungen und die drastischen Hexenszenen zählen.
Claudia Baumbusch präsentiert in ihrem Vortrag den Ausnahmekünstler der Renaissance in Süddeutschland.

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